Symbole als Spiegel

In der Freimaurerei werden die Symbole als ein Verweissystem verstanden, bei dem das eine für etwas anderes steht, für einen mehr oder weniger festgelegten Sinn oder Inhalt. Dieses Verweissystem ist plausibel und lernbar. Es ordnet den Umgang mit der komplexen profanen Welt in einsichtiger Weise und bietet als Ordnungsgefüge Hilfe und Stütze für das eigene Handeln. Durch das rituelle Erlebnis werden Sinn und Inhalt des Zeichens vertieft zum Symbol.

Beispiele
Drei Philosophen – drei Grade

"Die drei Philosophen" von Giorgione. Die drei Männer stellen die verschiedenen Lebensalter dar. Gleichzeitig werden die drei Einweihungsstufen des Freimaurers dargestellt. Der Jüngling (der Lehrling) hält Winkelmass und Zirkel. Er ist der Ausführende des symbolischen Gedankenbaus. Der Mann in der Mitte des Lebens (Geselle) ist der Initiator; er leitet den Bau. Der Greis (Meister) hält den Bauplan